Lektorat Vera Hesse

 

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Wie arbeite ich?

 

 

So gründlich, gewissenhaft und engagiert, als ginge es um meine eigenen Texte. Ich erfülle meine Aufträge so schnell wie möglich – darauf können Sie sich verlassen. Ich übersehe so gut wie nichts, man nennt mich nicht umsonst eine „Erbsenzählerin“. 

Zudem: Wie Sie vermutlich aus eigener Erfahrung wissen, übersieht man am Bildschirm so einiges, was einem auf dem Papier nicht entgangen wäre. Schon deshalb überarbeite ich Ihren Text nur anhand des ausgedruckten Manuskripts.

   Für besondere Wünsche, Probleme, Unsicherheiten habe ich immer ein offenes Ohr.

   Ich halte viel von sachlicher, ehrlicher und konstruktiver, also aufbauender Kritik. Letztendlich bleibt es Ihnen überlassen, was Sie davon annehmen und für sich verwerten wollen, denn Sie sind der Autor. Dies gilt ebenso für jeden konkreten Verbesserungsvorschlag.

Ihre Texte bearbeite ich – im wahrsten Sinne des Wortes – in absehbarer Zeit.

   Sobald ich den Umfang Ihres Textes kenne, kann ich Ihnen ziemlich genau sagen, wann Sie ihn lektoriert zurückerhalten. Da sich der Schwierigkeitsgrad besonders bei Romanen erst während meiner Arbeit herausstellen wird, kann sich mein geplanter Abgabetermin etwas hinauszögern, aber auch früher einstellen. 

Kurzgeschichten und Erzählungen erhalten Sie bereits in ein paar Tagen zurück.

   Wollen Sie mir einen Roman oder einen besonders langen Text zuschicken, ist es mir vielleicht nicht möglich, ihn sofort zu bearbeiten, denn dies hängt davon ab, wie sehr ich gerade mit Arbeit eingedeckt bin. Wenn Sie jedoch ungefähr einschätzen können, wann Sie Ihr Manuskript beendet haben, teilen Sie es mir doch bitte unverbindlich mit, dann merke ich Sie vor. 

 

Ein Wort an Erstautoren, die mit Lektoraten noch keine Erfahrungen gesammelt haben und sich teilweise wüste Metzeleien an ihrem Text vorstellen:

   Von meiner eigenen Person und deren Vorlieben sehe ich möglichst ab, schließlich sollen Sie nicht  m e i n e  Kurzgeschichte/  m e i n e n  Roman schreiben, das mache ich lieber selbst. Also, keine Angst, mein persönlicher Geschmack spielt bei der Überarbeitung Ihres Textes die geringste Rolle.

   Ich kenne das aus der Malerei: Der eine pinselt mir in das Bild (seins) hinein, der andere berücksichtigt und fördert die Entwicklung  meines eigenen  Stils. Ich halte es lieber mit Letzterem. – In der Bildenden Kunst habe ich zudem durch Erfahrung gelernt, Qualität auch dort zu erkennen, wo es nicht um meine favorisierten Kunstrichtungen geht. Das wird in der Literatur nicht anders sein.

   Es gibt auch Metzger unter – in meinen Augen nicht professionellen – Lektoren. "Sie schlagen so lange jeden überzähligen Stein fort, bis ihre eigene Vorstellung von einem ´abgerundeten Werk` dasteht. Dabei vernichten sie aber das Kunstwerk, das der Autor gerne schaffen wollte", schrieb mir eine Autorin. Ich – würde mit meinem Roman-Kind schreiend weglaufen! Es ist ein sehr eigen(sinnig)es Kind. Wenn ihm Änderungen gut tun würden, hätte ich nichts dagegen, aber ich wollte ihm nicht die abstehenden Ohren wegoperieren lassen, denn dann sähe es wie die anderen Kinder aus des Lektors adoptierter Kinderschar aus und nicht mehr wie meins. (Soll er sich doch selber ein Kind schreiben!)

 

   Sie werden nach meinem Lektorat Ihren Text als Ihren eigenen wiedererkennen. Größtenteils geht es ohnehin um Handwerkliches, das ich sachlich begründen kann. Auf unerfahrene Autoren, die noch unsicher sind, welche Vorschläge sie von mir übernehmen sollten und welche nicht, gehe ich besonders ein und lasse mir einiges dazu einfallen. 

   Und noch etwas, liebe Erstautoren: Erst nachdem Sie zum Beispiel Ihren Roman geschrieben haben, beginnt für Sie die eigentliche Arbeit, die für jeden Autor viel Plackerei bedeutet: die mehrmalige Überarbeitung. Es ist eben  n i c h t  damit getan, den Roman frisch geschrieben und einmal korrigiert zu haben. In der Regel ist es sogar ratsam, den zunächst fertig geschriebenen Roman bis zu einem halben Jahr liegen zu lassen, um kritische Distanz zu ihm zu gewinnen. Die brauchen Sie schließlich, um überhaupt fähig zu sein, ihn erneut zu überarbeiten. Zu nah dran, macht blind.

 

Aus einer meiner E-Mails:

   Noch scheint Ihr Roman vom Stil her ein Rohtext zu sein, aus dem lediglich, aber immerhin, größtenteils orthografische/grammatische Fehler herausgefiltert worden sind. So sehen die Texte oft aus, nachdem der Autor sie frisch niedergeschrieben und diesbezüglich überarbeitet hat. Während des Schreibens soll er auch nicht allzu sehr an den einzelnen Sätzen und Ausdrücken feilen, damit er nicht aus dem Schreibfluss gerät. (Sonst wäre das so, als wollte er fahren und bremsen zugleich). Zudem geht es ihm erst einmal um das Inhaltliche, die Geschichte muss Hand und Fuß bekommen, der Aufbau, das Gerüst des Romans mit den einzelnen Kapiteln steht im Vordergrund. Wenn das geleistet ist, beginnt die eigentliche, nämlich die  H a u p t arbeit:

   Das Manuskript muss er so lange ändern/umschreiben, bis er zufrieden ist und wirklich nichts mehr besser formulieren kann. Hier geht es besonders um die Klein- und Feinarbeit. (Von Wort-Wiederholungen bis zu Kürzungen, Suchen nach dem jeweils treffenden und lebendigen Ausdruck (Königswort: Aktives Verb ...) bis zum eventuellen Umstellen von ganzen Textpassagen innerhalb der einzelnen Kapitel usw., wenn dies dem Text dient.) Diese Arbeit kann nur der Autor selbst übernehmen. Das, was er dann übersehen hat, übernimmt der Lektor.

  Ich kann und will also nicht Ihren Text umschreiben, denn es ist  I h r Roman.

 

Hat Ihr Roman diese Entwicklungsstufe noch nicht überschritten, ist es noch zu früh für ein Lektorat. Im gegebenen Fall bekommen Sie Ihr Manuskript/die ersten Kapitel also zunächst mit dementsprechenden Hinweisen und Tipps zurück, alles andere wäre hinausgeschmissenes Geld für Sie.

Seien Sie misstrauisch, wenn man Ihr Manuskript über den grünen Klee lobt. Vertrauen Sie dem eigenen Gefühl: Sie ahnen zumindest, wo es noch hapert und wo nicht. Und Sie werden genau spüren, ob jemand wirklich den Punkt in der Beurteilung trifft: Im Nachhinein haben Sie es "immer schon geahnt". Durch solche Rückmeldungen werden Sie eine innere Sicherheit verspüren, während Schmeicheleien die Selbstzweifel nicht wirklich besänftigen.

 

 

Was befähigt mich dazu, Ihre Texte zu bearbeiten?

 

Zunächst genetische Vorbelastung, also Talent: Der Apfel fällt – zwar spät, aber immerhin – nun doch nicht weit vom Stamm. (Mutter: eine begnadete Korrekturleserin, Vater: Journalist mit zuweilen schriftstellerischen Ambitionen). Die Mischung macht`s  ...

   Aber das – wäre noch zu wenig.

   Es kommt auch darauf an, was die Mischung damit anfängt.

Lesen-Lesen-Lesen, immer schon mehr Schreiben als Reden – und eines Tages schreibt sie ihren ersten Roman (Körk!, veröffentlicht 2008 im Kölner van Aaken-Verlag) ... Jedenfalls weiß ich aus eigener, auch leidvoller Erfahrung, worauf man achten muss beim Schreiben. Zudem habe ich als Quereinsteigerin langjährige Erfahrung in der Bearbeitung von Texten anderer. 

 

Dass ich den Unterschied zwischen „scheinbar“ und „anscheinend“, „human“ und „humanitär“ kenne, ist für mich selbstverständlich. (Na, na? Habe ich Sie erwischt? Aber „dilettantisch“ können Sie dafür richtig schreiben? Das ist ja auch schon mal was. Ach so! „Word“ berichtigt das für Sie? Aber es berichtigt nicht die „gelben Pupillen“ in Robert Schneiders Schlafes Bruder, die auch der Lektor des Verlages übersehen hat. Iris kann gelb sein, aber Pupillen? Das sind grabesschwarze Löcher!)

 

 Wenn es um Spezialwissen geht, besitze ich eine große Bibliothek, auch verfüge ich über etliche Lexika. Meinem Alter und meinem Allgemeinwissen entsprechend gibt es kaum etwas, von dem ich noch nicht gehört hätte. Zumindest weiß ich, wo ich suchen muss.

    Ich nähme keinen Auftrag entgegen, dem ich nicht gerecht werden könnte. Falls mir der Stil eines Autors fremd bliebe oder mir überhaupt nicht zusagte, wäre ich keine geeignete Lektorin für ihn und dies würde ich ihm auch sagen. Das Manuskript schickte ich ihm oder ihr dann – ohne bereits angefallene Kosten zu berechnen – zurück.